Meine Methode
Zwischen Sex, Drugs, Rock´n´Roll
& Zen-Buddhismus
Integrative Psychotherapie Köln
Fokus auf Beziehungen
Bevor wir über Methoden sprechen, sprechen wir über etwas Wichtigeres: die Beziehung zwischen uns. Methode ist nachgeordnet. Was zählt, ist der „Vertrag“, den wir miteinander eingehen – ein Vertrag, der auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Ich vertraue darauf, dass du in der besten Absicht hier bist: dich mit dir auseinanderzusetzen, zu wachsen.
Du sollst darauf vertrauen können, dass ich mein Bestes gebe, um dir zu helfen. Mein Beitrag dazu sieht meistens so aus: Ich versuche abzuschätzen, wo du stehst und was du gerade brauchst. Entsprechend nehme ich mal die Rolle des Zuhörers ein, versuche dich zu stabilisieren oder des Öfteren auch zu konfrontieren bzw. dir einen Spiegel vorzuhalten.
Mir ist es wichtig, dich in eine Auseinandersetzung mit dir selbst und deiner Umwelt zu treiben. In der Reibung entsteht Wachstum, dieses wird selten ohne Mühe erreicht. Ich konfrontiere dich mit dem Unschönen, in dir und um dich herum, damit du irgendwann konsequent entscheiden und handeln kannst.
Was mich geprägt hat: Das, wo es hart wurde
Diese Haltung wuchs in mir, lange bevor ich sie unterrichtet bekam. Schon früh interessierten mich die härteren Themen, zunächst in der Forensik, wo ich einen Blick auf psychisch kranke Straftäter werfen konnte.
Später arbeitete ich in Suchtkliniken, darunter auch in Arbeitsfeldern, die sich auf die Behandlung süchtiger Straftäter spezialisiert hatten. Dort beobachtete ich, damals noch blutiger Anfänger, mit Bewunderung, wie erfahrene Psychotherapeuten gestandenen Kriminellen den Spiegel vorhielten. Direkt, ohne Beschönigung. Und ich sah, dass diese Menschen genau das oft zu schätzen wussten: eine klare Rückmeldung, ohne Umwege.
2021 schloss ich meine Weiterbildung zum Verhaltenstherapeuten an der AVT ab, die fachliche Form für eine Haltung, die ich da längst hatte.
Wir müssen über Konfrontation sprechen...
Doch Konfrontation ist nur die eine Seite. Die andere lernte ich bei dem berühmten Ulrich Clement. Von Uli schaute ich mir vor allem Haltungsfragen ab: abwarten, verstehen wollen, und erst handeln, wenn der richtige Moment gekommen ist. Diese Zurückhaltung teilen meine Zen-Lehrer, sie ist die Voraussetzung der Konfrontation. Wer nicht warten kann, trifft selten den richtigen Moment. Seit 2019 meditiere ich intensiv, und die Meditation konfrontierte mich selbst immer wieder mit mir: mit eigenen hässlichen Seiten, mit Täuschungen, denen ich aufgesessen war. Seither treibt mich eine Frage: Wie bewege ich mich mit Integrität durchs Leben, mir selbst treu bleibend? Ich fordere von dir nichts, was ich nicht an mir selbst übe.
Sex, Drugs & Rock’n’Roll – und Psychotherapie?
Seit 2024 vertiefe ich mich in einer Weiterbildung zum Sexualtherapeuten bei Dörte van Benthem Favre, einer Lehrerin, deren Wärme, Fürsorglichkeit und klare Haltung mich sehr prägten. Ohne Liebe geht es nicht. Wärme und Fürsorglichkeit bilden die Basis für alles. An den richtigen Stellen muss man auch sanft sein können.
Ein besonderer Augenmerk gilt außerdem dem Thema Sexualität und Trauma, das ich derzeit bei Melanie Büttner vertiefe. Mich interessiert, wie (sexuelles) Trauma das Führen von Beziehungen beeinträchtigt – und vor allem, wie ich dabei helfen kann, dass du Trauma hinter dir lässt und wieder Vertrauen fassen kannst. In die Welt. Und in dich selbst.